Friedrich Elchlepp/Manfred Kretzschmar – „Katastrophen auf See“ Die Seeunfälle in der zivilen DDR-Schifffahrt

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Beschreibung

 

2. durchgesehene Auflage erscheint November 2002; 304 Seiten; 130 Abbildungen und Karten, geb., Hardcover

Entscheidungen auf See trifft der Kapitän eines Schiffs. Von dieser Verantwortung kann ihn kein Vorgesetzter oder Reeder entbinden. Im Kampf gegen die Naturgewalten oder bedrohlichen Zustände, die durch menschliches Versagen entstanden sind, stehen er und seine Besatzung allein. Und „ die See – diese Tatsache muß man leider eingestehen – weiß von keiner Großmut. Selbst die schönste Fülle männlicher Tugend – Mut, Unerschrockenheit, Ausdauer, Treue – hat noch nie ihr skrupelloses Machtbewußtsein rühren können“. (Joseph Conrad)

Ursachen, Umstände und Folgen jener 2423 Seeunfälle, die sich in den drei zivilen Flotten der DDR ereignet haben und von der Haveriekommission oder später der Seekammer untersucht worden sind, liefern den Hintergrund des Buches.

Anschaulich und detailreich schildern die Autoren dramatische Seeunfälle – vom tragischen Untergang des Motorschiffes CAPELLA über Kollision im Nord-Ostsee-Kanal bis hin zu tragikomischen Vorfällen, bei denen aber auch oft Mensch oder Schiff zu schaden kamen.

Ein umfangreicher statistischer Anhang analysiert die Ursachen und Umstände all dieser Seeunfälle und will so helfen, zu deren künftiger Vermeidung beizutragen.

Alle Verhandlungen vor der Haveriekommission/Seekammer waren öffentlich, meist nahm aber nur ein kleiner Personenkreis daran teil. Der Besuch wurde jedoch zum festen Bestandteil der Aus- und Weiterbildung der Seeleute und Techniker. In den Medien gab es bestenfalls kurze Meldungen über den Seeunfall selbst, kaum aber über die sich anschließenden Verhandlungen. So arbeitet das Buch gleichzeitig einen besonderen Teil der DDR-Geschichte auf.

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